Bd. 144 Nr. 1 (2022): Realismus und Antirealismus in der Theologie
Abhandlungen

Erste Philosophie im Horizont praktischer Vernunft

Saskia Wendel
Universität zu Köln
Titelseite des Themenheftes "Realismus und Antirealismus in der Theologie

Veröffentlicht 2022-03-01

Schlagworte

  • erste Philosophie,
  • praktische Metaphysik,
  • praktische Vernunft,
  • Kant,
  • religiöse Überzeugungen,
  • ontologische Verpflichtung,
  • Metaphysik der Hoffnung
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Abstract

Im Beitrag wird ein Konzept einer Metaphysik vorgestellt und verteidigt. Dieses hält zum einen entgegen pauschaler Kritik an der Metaphysik als einer Denkform fest, die es wagt, Prinzipien und „letzte Gedanken“ einschließlich der Idee des Unbedingten zu denken. Zum anderen bezieht sie diese Reflexionen über die Selbst- und Weltdeutung des Daseins auf dessen gelingende Lebensführung, verortet sie damit in der praktischen Vernunft und verknüpft so die „Metaphysik der Sitten“ mit einer „Metaphysik der Hoffnung“. Diese Hoffnung zielt darauf ab, dass nicht Unrecht, Tod und Verzweiflung das letzte Wort haben, sondern die Verwirklichung eines Heilsversprechens, das im Zentrum einer Lebensdeutung steht. Diese setzt auf die Existenz eines Gottes, der dieses Versprechen nicht nur allen gegeben und in einer konkreten Person der Geschichte vorweggenommen hat, sondern es zu realisieren in der Lage ist.

Literaturhinweise

  1. siehe Beitrag