Bd. 148 Nr. 3 (2026)
Abhandlungen

The Implicit Place of Councils in Tertullian’s Theology

Michael Dormandy Universität Innsbruck image/svg+xml

Veröffentlicht 2026-09-01

Schlagwörter

  • Tertullian,
  • kirchliche Konzilien,
  • apostolische Autorität,
  • Pneumatologie,
  • regula fidei,
  • Ekklesiologie
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Abstract

Tertullian erwähnt zweimal kirchliche Konzilien. In diesem Aufsatz setze ich diese Stellen in ihren theologischen Kontext und zeige auf, warum die Theologie Tertullians einen hohen Wert der Konzilien impliziert. Für Tertullian beruht die Bedeutung einer Versammlung der apostolischen Kirchen auf der Autorität der Apostel. Nach seiner Pneumatologie wäre eine vom Geist geleitete Versammlung der Gläubigen verbindlicher, als es die Aussagen einzelner Bischöfe wären. Ich werde in diesem Zusammenhang eine Analyse des Begriffs der regula fidei in den Werken Tertullians vornehmen und argumentieren, dass diese die theologische Diskussion zwischen Gläubigen des apostolischen Glaubens fördert. Außerdem werde ich zeigen, dass Tertullians Ekklesiologie die Einheit aller Kirchen nahelegt, da die Apostolizität sowohl das Wesen der Kirche ausmacht als auch das gemeinsame Erbe aller apostolischen Kirchen ist.