Der existenzielle Absolutismus. Ergänzungen zur trinitarischen Technikanthropologie
Abstract
Ausgehend von Oliver Dürrs und Johannes Hoffs trinitarischer Technikanthropologie (TTA) sowie dem gegenwärtigen Übergang von einem Paradigma der Humanität zu einem technozentrischen Paradigma der Trans-Humanität versteht sich der vorliegende Beitrag als Versuch, die TTA komplementierend weiterzuführen. Es werden dabei im Wesentlichen fünf teleologisch konkretisierende Ergänzungsvorschläge ausgearbeitet: Erstens eine ins Poetische reichende Zeigenskultur von Offenbarung; zweitens der alternative Begriff eigendynamischer Technik; drittens der Begriff der gespaltenen Selbstheit; viertens die Einführung eines dritten Paradigmas der Theo-Humanität; und fünftens der Begriff des existenziellen Absolutismus. Letzterer versteht sich als eigentliche Summe der TTA, insofern darin dem Begriff sowie der Praxis der Theosis der letztadäquate Vollzugsraum bereitet wird: Eine Existenzpoesie nämlich, deren Unabhängigkeit von Technologie proportional wächst zu ihrer Angleichung an Gott.