Bd. 144 Nr. 3 (2022)
Abhandlungen

Die relationale Differenz. Vorschlag einer relationalen Epistemologie von Würde und Grundrechten in der Infosphäre

Markus Krienke Facoltà di Teologia di Lugano image/svg+xml

Biografie
Titel des Heftes 3 aus dem Jahr 2022

Veröffentlicht 2022-08-31

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Abstract

Methodologisch stellt die „Anthropologie der Digitalisierung“ die geeignete Perspektive dar, um durch die Thematisierung der relationalen Güter die Infosphäre zu re-ontologisieren bzw. re-epistemologisieren. Damit wird die Transformation der gesellschaftlichen Dimension des Menschseins durch die Digitalisierung als „anthropologische Revolution“ ernst genommen, ohne die Realität künstlicher Intelligenz „anthropologisieren“ zu müssen. Die „relationale Differenz“ zeichnet damit den Unterschied zwischen menschlicher Gesellschaftlichkeit mit ihren Grundkategorien von Menschenwürde und Grundrechten und der Ausdehnung anthropologischer Kategorien wie Intelligenz, Subjektivität, Intentionalität usw. auf den Bereich der Artefakte aus. Dadurch wird der Personbegriff konzeptionell vertieft und ein materialistisch reduktives Verständnis von Intelligenz und Moralität vermieden. Für die katholische Soziallehre eröffnet sich durch die relationale Neubestimmung des Menschen gleichzeitig eine neue interdisziplinäre Perspektive.

Literaturhinweise