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Auferstehung und Freiheit. Anmerkungen zu einem eschatologischen Vorbehalt

Julian Tappen

Abstract

Sowohl für die Position, dass die menschliche Freiheit im Tod versiegt, als auch für die Gegenposition, dass Freiheit in einem starken Sinne auch eschatologisch weiter besteht, sprechen jeweils gute Gründe. Der vorliegende Beitrag rekonstruiert an drei zeitgenössischen Entwürfen, in welchem Sinne den eschatologischen Subjekten Freiheit zugeschrieben werden kann. Dabei zeigt sich, dass der gegenwärtige eschatologische Diskurs Freiheit in unterschiedlichen Ausprägungen kompatibilistisch bestimmt. Im Anschluss wird dafür argumentiert, dass der Geltungsanspruch christlicher Hoffnung auf Versöhnung mit dem epistemischen Status eschatologischen Glaubens nur dann in Einklang zu bringen ist, wenn im Theoriedesign „Sollbruchstellen“ integriert werden. Als eine solche kann ein libertarischer Freiheitsbegriff fungieren, der dann auch den Subjekten im eschatologischen Geschehen zugesprochen werden muss.

There are good reasons for both the assumption that human freedom evaporates in death and the opposing assumption that freedom in a strong sense will persist even eschatologically. This article reconstructs the ascription of freedom to eschatological subjects within three contemporary approaches to eschatology. It shows that the current eschatological discourse understands freedom in a compatibilist way. Subsequently, the article argues that the claim of Christian hope for atonement can only be reconciled with the epistemic status of eschatological faith if “predetermined breaking points” are integrated into the theory design. A libertarian concept of freedom, attributed to the subjects in the eschatological process, can function as such a breaking point.

Schlagworte

Eschatologie; Auferstehung; Freiheit; Hoffnung; Libertarismus; Vorbehalt

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